Ein Ausschnitt von der Veranstaltung die seit Jahren Dr. Panthenius mit Familie vor dem Dom in der Stadt veranstaltet. Um Geld für die Spenden-Aktion zu sammeln und zwar für die Transportkosten der Container, die wir bekommen. Eine Idee von ihm, die sich im Laufe der Jahre eingebürgert hat und immer mit großen Erfolg durchgeführt wird. Er hat mit Familie und Freunden immer am 2 ten Samstag im September vorgesehen. Spiele und Würstel Stände, Getränke und andere Esswaren werden dort angeboten. Die größte Einnahme ist aber der Verkauf der Lose. Jedes Los ein Gewinn, wovon die größten Einnahmen kommen. Die Lose werden zu einem Euro verkauft. Die Preise sind von Firmen gestiftet, große und schöne Preise. Wenn man sich überlegt, daß in diesem Jahr über 17.000 Lose verkauft wurden, kann man sich leicht vorstellen, was für eine Arbeit dahintersteckt soviele Preise zu erhalten und um die 17.000 Lose zu verkaufen. Ich sage immer, der Erfolg kommt nicht allein , man muss sich fest dahinter klemmen. Das haben wieder Familie Panthenius und ihr Freunde bewiesen und haben den Betrag erwirtschaftet um die Transportkosten für ein Jahr zu decken. Wir danken und möchten allen die dazu beigetragen haben gratulieren zu diesen großen Erfolg , zu Gunsten Armer Menschen .
Werner Reckziegel in Buenos Aires ist nicht nur Vorsitzender der „Sudentendeutschen Landsmannschaft in Argentinien“ (der ältesten deutschen SL) und der FAAG, der Vereinigung aller deutschen Vereine und Schulen in Argentinien, er und seine Frau Anneliese sind auch die Seele und der Motor der „Deutschen Wohltätigkeits-Gesellschaft“ in Argentinien. In dieser Eigenschaft konnte er vor kurzem den 70. (siebzigsten!) Grosskontainer mit Spenden aus Deutschland in Empfang nehmen und dessen Inhalt an bedürftige Familien, Schulen und im Landesinneren verteilen zu denen auch zahlreiche deutschargentinische zählen. Ziel der Spenden war diesmal vor allem der argentinische Norden mit der Provinz Misiones, in der besonders viele Deutsche siedeln. Wie Werner Reckziegel mitteilte, sind Container Nr.71 und Nr.72 bereits auf dem Seeweg nach Buenos Aires.
Auch sie ist unter den Spendenempfängern: Eine Klasse der „Bismarckschule“, einer deutschen Grundschule in El Dorado in der Provinz Misione, mit ihren Lehrerinnen.
Der 70. Container im Hintergrund, davor ein Dankeschön-Transparent (links Annemarie Reckziegel)
Durch Tod und Auferstehung erlöst
Liebe Landsleute!
In der Sakristei des ehemaligen Klosters Schönau im Taunus, wo meine Mitbrüder des Prämonstatenserstiftes Tepl nach der Vertreibung sich als klösterliche Gemeinschaft niedergelassen hatten, kann man ein bemerkenswertes Kunstwerk betrachten. Das neugeborene Christuskind in Windeln gewickelt liegt nicht in einer Krippe, sondern auf einem Kreuz. Solche Darstellung habe ich auch in einigen Kirchen des süddeutschen Raumes angetroffen. Und sicherlich gab es ebenso derartige Kunstwerke des Lebens Jesu in der einen oder anderen Kirche unserer alten Heimat.
Knapp, präzise und deutlich hat der Künstler das Leben Jesu von der Stunde der Geburt bis zum Ende seines Lebens dargestellt und gleichzeitig dem Betrachter vor Augen geführt, was Gott dem Menschen in seinem Sohn geschenkt hat. Nichts anderes wird in diesem Relief erfahrbar, als dass durch das Kommen und Wirken Jesu Christi in unserer Welt die Erlösung des Menschen von Schuld und Sünde erfolgte. Geburt, Tod und Auferstehung des Gottessohnes geben dem Glaubenden die Gewissheit, dass menschliches Leben sinnvoll ist und seine Vollendung findet im Schauen und Teilhaben der Herrlichkeit Gottes.
Das Christentum ist keine Buchreligion wie etwa der Islam. Es gründet zunächst auf der Menschwerdung des Sohnes Gottes und erlebt seine Kraft in der Auferstehung Jesu Christi. Das Leben und Wirken, das Leiden und Sterben des Gottessohnes lädt daher den Menschen ein, den Glauben an Gott zu bestärken. Denn der Sohn, durch den Gott „am Ende dieser Tage zu uns geredet hat, ist Abglanz und Ebenbild seines Wesens“ (Hebr. 1,2f). Und Jesus konnte deshalb sagen: „Wer mich sieht, der sieht den, der mich gesandt hat“ (Joh 12,45). Auf diesem Hintergrund gilt auch die Einladung „Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach“ (Mk 8,34).
Es ist Fastenzeit. Schneller als uns oder mir lieb ist, vergehen die Wochen bis zum Osterfest. Mit der Fastenzeit können wir uns wohl nicht so recht anfreunden. Wir durchleben diese Zeit oft mit gemischten Gefühlen. Als Christen wissen wir, dass gerade diese Zeit dazu da ist, dass wir nicht nur das Leiden und Sterben unseres Herrn betrachten, sondern auch an uns selbst arbeiten sollen, den alten Menschen abzulegen. Da ist der Anspruch da, Opfer zu bringen, auf liebgewordene Gewohnheiten zu verzichten. Doch bis wir uns „dafür“ oder „dagegen“ entschieden haben, kann es zu spät sein. Es wäre aber schade, diese für uns wichtige Zeit zu verpassen.
Ostern ist das Ziel des Weges, auf dem wir uns befinden. Das Geschenk für uns sollte die Freude, der Frieden und die Freiheit des Auferstandenen sein. Das aber können und müssen wir uns selbst machen. Viele Wege und Möglichkeiten können zu diesem Geschenk führen.
Nur wie kommen wir dazu?
Es gibt viele Dinge, die ich nicht brauche! Diesen Satz sollten wir uns in diesen Tagen der Fastenzeit öfters vorsagen. Was ist für mich lebensnotwendig, was ist gut und nützlich für mich, was ist ganz und gar überflüssig? Es dürfte jedem von uns bei der heutigen Überflutung materieller Dinge eine Leichtigkeit sein, eine Werteskala aufzustellen. Versuchen wir in diesen Wochen ein wenig Abstand zu gewinnen von dem, was uns beherrscht, kettet, lau, unzufrieden, engherzig oder gar menschenfeindlich macht. Gehen wir einmal in kleinen Schritten das Überflüssige, das Erdrückende, die Lauheit, die Gleichgültigkeit oder das Desinteresse an.
Wir können allerdings auch dem Sätzchen eine positive Aussage geben: Es gibt so viele Dinge, die ich unbedingt brauche. Das ist Stille und Ruhe und Besinnung, um sich selbst sein zu können. Das ist Zeit und Verständnis für- und miteinander. Was wir nötig haben, ist einmal sich intensiv mit Gott auseinander zu setzen, mit meinem gelebten Glauben, mit Gott einmal ein Gebet zu wagen. Es gibt da viele Möglichkeiten für jeden von uns.
Wenn wir dabei kein so religiöses Kunstwerk wie das Relief in der Sakristei der Klosterkirche von Schönau betrachten können, welches uns einlädt, sich zu sammeln, stille zu werden, mit offener Seele zu schauen, zu lauschen, so finden wir doch sicherlich ein anderes Zeichen, das uns zum Verweilen und Betrachten einlädt – ein Kreuz zum Beispiel. Begegnen wir diesem Zeichen doch täglich in vielfältiger Arte und Weise. Es symbolisiert das Leid, den Kalvarienberg, den Golgotahügel, letztlich das Ende und ist zugleich ein Zeichen der Hoffnung, des Heiles und des Lebens - ein Zeichen unserer Erlösung.
„Dein Kreuz, o Herr, verehren wir und deine heilige Auferstehung preisen und rühmen wir: Denn, siehe, durch das Holz des Kreuzes kam Freude in aller Welt“ (Morgenlob der Kirche am 14. September).
So wird durch das Kreuz Ostern zum Fest des Lebens und der Freude und wir dürfen freudig einstimmen in das Osterlied unserer Vorfahren:
Seht auferstanden ist der Herr, sein Grab verschließet ihn nicht mehr. Halleluja! Halleluja!
Drum öffne sich heut unsre Brust und singe nun mit Herzenslust: Halleluja, Halleluja!
Es stieg einst dieser Gottessohn, zu uns von seinem Himmelsthron. Halleluja:! Halleluja!
Er starb für uns am Kreuzesstamm, die unschuldsvolle Gotteslamm. Halleluja! Halleluja!
Besiegt ist nun der böse Feind, auch sind wir jetzt mit Gott vereint. Halleluja! Halleluja!
Entrissen hat dem ewgen Tod uns, Christus, unser Herr und Gott. Halleluja! Halleluja!
Liebe Landsleute, liebe Leserinnen und Leser, Ihnen allen sowie Ihren Lieben wünscht ein gesegnetes, frohes Osterfest
Ihr
P. Norbert Schlegel
Visitator der Sudetendeutschen und Vorsitzender des Sudetendeutschen Priesterwerkes
Durch Bemühungen und Zusammenwirken der Sudetendeutschen Landsmannschaft in Deutschland und Argentinien, den Vizepräsidenten des deutschen Bundestages, Hans Klein, Werner Reckziegel und Frau Anneliese Reckziegel für die SLA, S.E. Sir Dr. med.dent. Wolfgang W.W.Panthenius von der Komturei Ost-Westfalen des Souveränen Ritterordens der Templer von Jerusalem und die tatkräftige Hilfe der Regierung der Provinz Buenos Aires, vertreten durch Herrn Rogelio Cosme Cardozo vom „Programa de Cooperación Técnica Internacional para el Conurbano Bonaerense“, mit Adlatus Diego Behnke und wesentlicher Hilfe der Sociedad del Apostolado Católico, für die P.P.Denninger half, gelangte vor wenigen Tagen ein Container im hiesigen Hafen an.
Es drehte sich dabei um Lebensmittelund Kleidung, Decken und allerlei sonstige nützliche Dinge, die für die Fürsorgeabteilung und Kleiderkammer bestimmt sind.
Freilich hat es lange Monate gedauert, bis alle Wege erledigt werden konnten, die nötigen Papiere beigebracht waren, viele Fax- und Briefsendungen gingen hin und her, unzähliche Laufereinen kosteten hier und in Deutschland Zeit, bis es am 2. Mai endlich so weit war: Der Container war endlich da!
Geschäftsführer Arnold Hinckeldeyn von der DWG, Ehepaar Reckziegel vom Vorstand der DWG und der Kleiderkammer waren zum Empfang der Sendung bereit. Mit ihnen Señor Rogelio Cosme Cardozo und D.Behnke. Wir sehen sie vor dem Container und bei den zu leistenden Unterschriften.
Bei der Probenöffnung sah man die Pakete mit der Beschriftung „Für die Deutschen in Argentinien“, alles in einer Sauberkeit, die einem richtig Freude macht!
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Weihnachten geht uns ans Herz. Es ist ein besonders stimmungsgeladenes Fest. Die Engel hatten bei der Geburt Christi den Menschen – jedenfalls denen, die „guten Willens“ sind – „Friede auf Erden“ verkündet. Deshalb weckt Weihnachten besonders den Wunsch nach friedvollem Zusammenleben.
Weihnachten steht am Ende des Jahres. „Was hat das Jahr gebracht?“, fragen die einen. „Habe ich genügend zum Frieden und Ausgleich unter den Menschen beigetragen?“, fragen andere.
Manches Defizit kommt im Rückblick zutage. Weihnachten gibt Gelegenheit, einiges wiedergutzumachen.
Weihnachten liegt in der Jahreszeit, in der die Nächte lang und die Tage kurz sind. In der Dunkelheit braucht man Orientierung; man will heimatliche Geborgenheit. Das ist ein Grundbedürfnis. „Dahoam sein, wann’s auf d’Nacht zugeht“, antwortete ein alter Bauer auf die Frage, welches sein wichtigster Wunsch sei.
Wir Sudetendeutsche haben unsere Heimat vor über 60 Jahren verloren. Dieser Verlust wiegt schwer. Die Dunkelheit, die solchen Verlust erzeugt, wird aufgehellt durch das weihnachtliche Licht. Es zeigt uns Weg und Richtung; es lässt uns erkennen, dass wir nicht in Ausweglosigkeit stecken. Hoffnung verbinde ich mit dem zunehmenden Interesse für unser Schicksal und unsere Geschichte. Gerade bei den jungen Menschen rückt das Unrecht der Vertreibung stärker ins Blickfeld. Ausstellungen wie die Bayerische Landesausstellung „Bayern und Böhmen – 1500 Jahre Nachbarschaft“ in Zwiesel, die Ausstellung des BdV „Erzwungene Wege. Flucht und Vertreibung im Europa des 20. Jahrhunderts“ sowie die Ausstellung des Sudetendeutschen Rates „Die Sudetendeutschen – eine Volksgruppe in Europa“ leisten dazu einen wichtigen Beitrag.
Die Zuversicht wächst, dass auch in der Tschechischen Republik eine positive Vergangenheitsbewältigung beginnt. Schön wäre es, wenn diese dann nicht nur auf Menschen guten Willens beschränkt bliebe, sondern auch auf Mitglieder der politischen Führung übergreifen würde. Als im April der Sudetendeutsche Rat in Marienbad tagte, sagte dort der stellvertretende Bürgermeister Jirí Chval in seinem Grußwort: „So wie es war, wird es nimmer werden. Aber so, wie es ist, kann es auch nicht bleiben.“ Der Mann hatte Recht. Es muss Bewegung in die starren Fronten kommen.
Dankbar stellen wir fest, dass wir nicht alleine stehen. Mit unserem Schirmherrn und Ministerpräsidenten Günther Beckstein haben wir einen verlässlichen Vorkämpfer der – in guter Tradition mit seinen Vorgängern – die Schirmherrschaftsverpflichtung des Freistaates Bayern über die Sudetendeutschen konsequent erfüllt.
Sein Vorgänger Edmund Stoiber hat ein gutes Beispiel gegeben, wofür ihm zu danken ist. Sein Engagement für unsere Anliegen Sein Engagement für unsere Anliegen war für ihn nicht nur eine politische Verpflichtung, sondern stets ein Herzensanliegen. Sicher haben dabei auch die Wurzeln seiner sudetendeutschen Frau Karin eine wichtige Rolle gespielt.
Dank ist nicht zuletzt Ihnen allen auszusprechen. Ihr Engagement für unsere Sache hält mittlerweile sechs Jahrzehnte an. Es trägt entscheidend dazu bei, dass unsere Geschichte, unsere Kultur, die Leistung unserer Vorfahren nicht vergessen werden. Dafür sage ich ein herzliches Vergelt’s Gott.
Und ganz besonders wünsche ich Ihnen allen eine besinnliche Weihnachtszeit sowie für das Jahr 2008 Gesundheit, Erfolg und Gottes Segen.
In herzlicher Verbundenheit
Johann Böhm
Sprecher der sudetendeutschen Volksgruppe
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Wie die anderen Jahre fahren wir in die Provinzen, wo wir mit den Spenden aus Deutschland helfen können. Diese Reise ging in den Chaco. Noch bevor die Hitze beginnt wollten wir es hinter uns bringen. An jeden Ort wo wir unseren Vertrauenspersonen haben, die zusammen mit uns eine Mannschaft bilden, damit die Spenden an Ort und Stelle an hilfsbedürftige Personen verteilt werden, was von uns aus von Buenos Aires nicht möglich wäre.
Meine Frau, die immer dabei ist und mich nicht nur begleitet, schreibt alles auf was unsere Leute von uns wissen wollen und wie wir noch effektiver unsere Arbeit machen können. Es muß unbedingt transparent sein, denn ich habe die moralische Aufgabe unseren Spendern zu garantieren, dass es dort ankommt wo es gebraucht wird. Das verlangen wir auch von unseren Vertrauenspersonen, mit den wir einmal im Jahr zusammenkommen müssen um zu sehen, dass alles richtig läuft. Dass ist der Erfolg mit der Information und Arbeit wo wir unseren Spendern Fam. Panthenius mitteilen wen wir und wo wir helfen konnten , und mit Dankesbriefen und Fotos bezeugen.
10.10.2007 MITTWOCH, Tag des Beginns unserer Reise , brachten wir unsere Tochter Isabel in die DWG ( Deutsche Wohltätigkeit Gesellschaft ) nach Pacheco damit die Arbeit der Spendenverteilung nicht zurück bleibt und anschließend fuhren wir bis Santo Tomé (Sta Fe), um das Krankenhaus dort zu besichtigen, wo wir auch Spenden hingeschickt haben und uns der Direktor des Krankenhaus kenne lernen wollte. Er mußte um 14 Uhr weg so haben wir die 500 Km bis dort ziemlich schnell hinter uns gebracht. Ein armes Krankenhaus, wo wir Gehhilfen, Rollstühle, Sanitärstühle und Descartables hingeschickt hatten. Der Direktor bedankte sich für unsere Hilfe und wir liessen noch einen Apparat für Darmuntersuchungen dort. Wir übernachteten bei unserer Familie.
11.10. DONNERSTAG, ging unsere Reise nach Resistencia (Hauptstadt des Chaco) weiter, die 700 Km fuhren wir bei Regen, was schon selten vorkommt, bei dieser Jahreszeit, ein Geschenk für den Chaco wo alles ziemlich trocken war. Man freute sich darüber. Sie hatten sich mit uns in Verbindung gesetzt damit wir versuchen um 18 Uhr in Resistencia zu sein, hatten Bedenken wegen des Regens wo man keine Sicht hatte wenn man einen Laster überholen mußte. Doch es klappte und wir waren etwas nach 15 Uhr im Hotel wo wir uns erfrischen und ausruhen konnten, bevor man uns dort abholte. Die Frauen der Lepra-Hilfe veranstalteten einen Benefiz-Tee wo man Anneliese und mich kennen lernen wollte. Wir waren pünktlich da und man freute sich über unseren Besuch. Wir lernten wieder Menschen kennen die ihre Zeit für andere einsetzen. Nach einigen Worten von mir wurde Anneliese ein großer Blumenstrauß überreicht. Anschliessend mußten wir ins Radio der Universität , wo man uns interviewte, was etwas mehr als eine Stunde dauerte. Der Reporter, der 1989 in Deutschland eingeladen wurde, hatte die Gelegenheit mit unserem Freund, damals Bundesminister für technische Zusammenarbeit , zusammenzutreffen. Er war noch ganz begeistert von Dr. Hans Klein, das war auch nach meiner Ansicht der Grund dieser langen Reportage. Spät kamen wir müde ins Hotel zurück.
12.10. FREITAG Ich hatte die Reise täglich programmiert, doch an jeden Ort, machten unsere Vertrauenspersonen das Programm. Meistens besuchte man die Institutionen, die unsere Hilfe bekamen. Besuch im Dermotolgischen Institut, Mittag im Institut Raices in Puerto Tirol - Tagesstätte für Behinderte - wo wir zu Mittag eingeladen wurden. Mit einem Ehepaar des Vorstandes des Deutschen und Österreichischen Club fuhren wir auf die Insel Cerrito ( wo früher die Leprakranken wohnten ), dort hatte man Kleidung und Lebensmittel verteilt und zeigte uns wo die Hilfe aus Deutschland ankam, und wir waren überzeugt, dass Hilfe dort notwendig war. Im Hotel angekommen, wartet man schon auf uns um einen Besuch in der Casa Cuna zu machen auch da wurde geholfen. Abends im Deutsch-Österreichischen Klub, trafen wir Vertreter einiger Organisationen, die Spenden erhalten und verteilen. Sie kamen von Colonia Baranda, Madre Fransita Campanilla/Impenetrable und Cofraternidad – Barranqueras, dorthin kommen Kinder von fünfzehn bis zwanzig Quadern ( 110 Meter ein Quader ) zum essen und spielen. Anschließend hatte der Vorstand im Klub zu einen Abendessen eingeladen wo wir uns gut unterhielten, die Jahre die wir zusammenarbeiten, machte uns alle zu Freunden.
13.10. SAMSTAG Am Samstag fuhren wir von Restistencia in Richtung J.J. Castelli. Vorher besuchten wir kurz das Institut – Equilibrio – dort war man mit den Vorbereitungen zur Eröffnung beschäftigt. Es ist als Reha – Zentrum bei Krebsleiden gedacht. Wir kamen am frühen Nachmittag an. Unsere erste Anlaufstelle war bei Fam. Masson, den Vorsitzenden der Alemanes del Wolga.
14 – 15. 10.SONNTAG- MONTAG Dieser Verein ist der Verteiler der Spenden im Umkreis von 200 Km, auch war es der erste der Stiftung Gotas de Amor unterstützte. Dort werden 80 Kinder im Alter von 2 bis 18 Jahre betreut. Sie wachsen mit Kindern des Pastorenehepaar auf. Eine wahrhaftige Lebensaufgabe, denn alle kommen aus zerrütteten Elternhäusern und Gewalttaten. Im Verein konnten wir das Museum der Kolonisten besuchen, ein Schmuckstück ist es geworden. Das Behinderten Zentrum Caidin und die Schule Pius 12 am Montag , erwarteten uns die Direktoren trotz Feiertag um uns zu begrüssen. Auch ein typisches Gehöft besuchten wir, dort wird Gemüse angebaut und auch eine Ziegelei gehört dazu. Natürlich fehlte nicht ein gemütliches Beisammen sein mit den Vorstandt des Vereines dazu. Die Damen zauberten herrliche Nudeln, selbstgemacht und Huhn in kurzer Zeit auf dem Tisch. Aber wir mußten weiter, also ging es nach Pampa del Infierno.
16.10. DIENSTAG: Dort wurden wir herzlich beim Hotel empfangen. Der Salon des Vereins ist gegenüber, also gingen wir gleich hin. Anschließend besuchten wir das Hospital und ein Ehepaar. Am Abend trafen wir uns mit Mitgliedern des Vereines im Hause der Schwester des Vorsitzenden. Es gab Gelegenheit die Sorgen und Nöte zu erörtern. Für den nächsten Morgen war der Besuch der Schule, des Kindergartens, beim Pfarrer und Pastor, sowie des „Consejos de Menores“ auf dem Plan. Wieder mußten wir weiter um unseren Fahrplan einzuhalten. Trotz Mangel an Diesel , in Pampa del Infierrno.
17.10. MITTWOCH: auf der Fahrt nach Charata, in Campo Largo, konnten wir den Tank füllen. An manchen Stellen kostete das Diesel 50% mehr als in Buenos Aires doch war man froh, dass man welches bekam. Nach Charata ging es schnell. Dort hatten wir das Hotel für 4 Tage gebucht, da es ein schönes Hotel mit bequemen Zimmern ist mit Dusche und ein Frühstück geboten wurde, was nicht bei allen Hotels im Chaco der Fall war. Von hier aus machten wir die täglichen Reisen meist weniger als 200 Km..
18.10. DONNERSTAG Von Charata sagte man uns, daß wir etwas mehr als eine halbe Stunde Fahrtzeit brauchten bis Hermoso Campo doch es wurde wegen der schlechten Straße ein Stunde. Am Ortseingang erwartete uns eine Delegation, die uns zum Kindergarten begleitete. Wir wurden gebeten den Jardin maternal y de infantes Nr. 72 „Merardo Gutiérrez„ ( Kindergarten) die Patenschaft zu übernehmen, es folgte eine Feierstunde mit Fahnenabordnungen, Nationalhymne und Ansprachen. Trotz Lehrerstreik! Groß war die Freude der Kinder und Lehrerinnen als sie die Geschenkkartons auspackten durften. Kuscheltiere und Spielsachen kamen zum Vorschein. Ein Rundgang durch die Räume und ein Umtrunk beendeten die Feier. Gleich ging es weiter das Grundstück des Deutschen Vereins zu besichtigen, ebenso die Schule EGB 863, die 450 Schüler besuchen und auch verköstig werden. Noch erwartet uns ein Treffen mit einigen Bewohnern von Hermoso Campo mit den Bürgermeister an der Spitze. Es wurde eine gemütliche Begegnung. Verschiedene Erinnerung – Geschenke wurden uns überreicht. Zurück ging es nach Charata. Dort trafen wir den Vorstand der UNION GERMANICA. Wir besuchten das städtische Altenheim. Der nächste Tag führte uns nach Coronel Du Graty.
19.10. FREITAG : In Coronel Du Graty in der Deutschen Schule trafen wir die Vorsitzende . Gemeinsam besuchten wir den Bürgermeister, das Hospital und das Behinderten Zentrum. Auch dort wie in den anderen besuchten Orten werden die erhaltenen Spenden gezielt verteilt. Denn nur so kann auch wirklich geholfen werden. Im örtlichen Fernsehen nahmen wir am Nachrichtenprogramm teil. Zusammen mit einigen Bewohnern, Vertretern von Radio und Fernsehen verbrachten wir ein gemeinsames Mittagessen. Wir dankten den Vertrauenspersonen von Du Graty für ihre Mithilfe die Spenden gerecht zu verteilen und hoffen auf ihre Unterstützung auch weiterhin. Viel zu schnell vergehen die Stunden. Der Abschied war herzlich unter Freunden. Der nächste Tag stand Las Breñas auf unseren Programm.
20.10. SAMSTAG. Zum ersten Male fuhren wir in die schmucke Stadt. Auch war die alte deutsche Schule unser Ziel. Sie ist gleichseitig das Vereinszentrum. Ebenso hatten wir hier Gelegenheit mit ihren Vorstandsmitgliedern Gespräche zu führen, die hoffentlich auch zu Erfolgen führen. Der Besuch war kurz doch haben wir die Leute kennen gelernt was ungeheuer wichtig ist bei unserer Zusammenarbeit. Zu Mittag wurden wir in der Deutschen Schule und Vereinsheim in Charata erwartet. Ein schmackhaftes Chivito – Asado (Zickel - Grill) mundete allen Anwesenden. Am späten Nachmittag , wegen der Hitze (40 Grad), ging es in die 25 Km entfernte Reservation der Toba Indianer Tolderias. Dort werden auch Spenden verteilt, diesmal war es ein Rollator für eine behinderte Frau. Sie formt in gebrannten Lehm Tiere. Hitze, Wassermangel und Ungeziefer gehören dort zum Alltag. Beim Hotel in Charata verabschiedeten wir uns von unseren Freunden, die uns begleitet haben. Denn am nächsten Tag begann unsere Heimreise. In der Nacht gab es noch ein großes Gewitter, also hatten wir Regen in den Chaco gebracht. Wir haben bewußt keine Namen genannt um niemanden zu vergessen. Aber wir danken allen und jeden der uns hilft zu helfen. Denn ohne ihrer Mitarbeit wäre unsere Arbeit sehr schwierig.
21.10. SONNTAG Am argentinischen Muttertag begann die letzte Etappe unserer Reise nach Esperanza / Sta Fe. Den späten Nachmittag nutzten wir zum Besuch der Möbelaustellung.
22.10. MONTAG früh hatten sich im Deutschen Verein Esperanza, Vorstandsmitglieder eingefunden die in unserer Anwesenheit Spenden an das Hospital SAMCO, an das Rote Kreuz und an die Orte Santo Domingo und Santa Teresa verteilten. Bei dieser Übergabe war Presse und Kabel und Radio anwesend, die die wichtige Schenkung dokumentierten.
Wir fuhren gleich danach Richtung Buenos Aires, wo wir um 17 Uhr ankamen. Glücklich , zufrieden, nach 14 erlebnisreichen Tagen mit rund 3000 Km zurückgelegter Strecke , können wir sagen: alle Mühe hat sich gelohnt. Kaputt und müde, doch überzeugt, dass dies notwendig ist.
Anneliese u. Werner Reckiegel
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TAUSEND TONNEN HILFSGÜTER FÜR ARGENTINIEN.
Von Anja Peper Minden, Mindener Tageblatt.
Der Firmenchef war ratlos: Seine Mitarbeiter hatten 44.000 Gläser mit
Leberwurst abgefüllt, aber leider das Produktionsdatum
anstelle des Verfalldatums aufgedruckt. Damit war die Wurst in Deutschland unverkäuflich.
Was nun? Liesel und Wolfgang Panthenius wussten eine Lösung.
Seit 23 Jahren engagiert sich das Mindener Ehepaar für hilfsbedürftige
Menschen im Ausland. Eine "Zwei-Frau-Mann-Aktion", wie sie ihre Spendensammlungen
selber nennen. Lange Jahre sammelten sie für Burkina Faso, aktuell für
die armen Regionen Argentiniens. 44.000 Gläser Leberwurst finden dort dankbare
Abnehmer. Das gilt natürlich auch für
Dosenerbsen und Rollstühle, Fahrräder und Nähmaschinen,
Desinfektionsmittel und Kommunionsbekleidung.
66 Container sind seit 1996 von Minden über den Hamburger Hafen nach Buenos Aires (Hauptstadt Argentiniens) verschifft worden. Das entspricht 1.000 Tonnen Hilfsgüter. Viele Mindener wissen längst, wo sie ihre Spenden abgeben können. Darum wundert sich das Ehepaar auch nicht über vollgepackte Kartons, die sie vor ihrer Haustür finden. Sie sammeln die Spenden in der Garage. Sohn Martin (26) unterstützt seine Eltern seit Jahren bei ihrer Aktion.
Hauptberuflich ist Dr. Panthenius Zahnarzt. Auf seiner Homepage garantiert
er den Lesern: "Ihre Sachspende hilft! Jeder gespendete
Beitrag kommt zu 100 Prozent in die Aktion." Das kann er nur gewährleisten,
weil er die Menschen persönlich kennt, die die Container in Buenos Aires
in Empfang nehmen: Anneliese Anneliese (71) und ihr Mann Werner Reckziegel (72)
gehören seit 1976 der Sudetendeutschen Landsmannschaft in Argentinien an,
er ist sogar deren Präsident. Sie nehmen die Hilfsgüter entgegen und
verteilen sie an bedürftige Menschen weiter. Derzeit unternehmen sie eine
sechswöchige Rundreise durch Deutschland und Österreich. Das ist eine
gute Gelegenheit, die Familie Panthenius in
Minden zu besuchen.
Annelise Reckziegel berichtet aus erster Hand, wie die Menschen in Argentinien auf die Hilfsgüter reagieren. Besonders beeindruckt hat sie die Geschichte eines zwölfjahrigen Jungen, dem ein Fuß fehlte. Kaum zu glauben, aber wahr: Im Mindener Fundbüro war eine Prothese aufgetaucht, die dem Jungen angepasst werden konnte. "Er kann jetzt sogar Fußball spielen", berichtet sie. "Für den Jungen hat sich eine ganz neue Welt eröffnet." Für das Ehepaar Reckziegel sind solche Momente Grund genug, die komplette Logistik in Argentinien zu übernehmen. Täglich bekommen sie Anrufe, E-Mails oder Briefe von bedürftigen Menschen. Vor Abzockern schützen sie sich, indem sie immer ein Beweisfoto verlangen, dass die Spenden auch dort ankommen, wo sie gebraucht werden. Außerdem machen sie dann und wann Kontrollbesuche. "Die Spendenaktion ist unsere Lebensaufgabe", sagen Anneliese und Werner Reckziegel.
Dafür fahren sie viele tausend Kilometer pro Jahr. Der logistische Aufwand für beide Ehepaare ist groß besonders die Bürokratie macht ihnen manchmal zu schaffen. So gilt der Zoll in Argentinien als außerordentlich misstrauisch. Es kommt vor, dass ein Container bis zu drei Monaten im Hafen liegen bleibt, bis er eingehend untersucht wurde. Aber von solchen Widrigkeiten lassen sich Liesel und Wolfgang Panthenius nicht unterkriegen. 2005 wurde ihnen als Dank für das Engagement das Bundesverdienstkreuz verliehen.
Zur Sachspende eignet sich fast alles an Gebrauchsgegenständen und Kleidung. Bis auf wenige Ausnahmen: Liesel Panthenius erinnert sich an zwei Frauen, die einen Weinständer, einen Vogelkäfig und Aquariumszubehör loswerden wollten. Nichts davon hat sie angenommen, denn solche Dinge gehen an der Lebenswirklichkeit der bedürftigen Menschen vorbei. Liesel und Wolfgang Panthenius waren übrigens noch nie selbst in Argentinien., versprechen aber: "Beim 100. Container fliegen wir hin!"
Die nächste Tombola zugunsten der Menschen in Argentinien unter dem Motto "10.000 Lose 10.000 Preise" ist geplant für Samstag, 1. September, auf dem Marktplatz. Diesmal gibt es viele Kunstdrucke zu gewinnen.
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Frau Adolfine
Wöllertt
feierte ihren 100. Geburtstag !
Geboren am 1. Dezember 1905 in Hannichen / Reichenberg
am Fusse des Jeschken.
Mit ihrem Gatten, den Elektroingenieur
Wöllert, kam sie nach Buenos Aires/Argentinien. Damals wurde das E–Werk
CHADE in Dock Sur gebaut. Dort lebten einige Sudetendeutsche Familien in der
Umgebung mit anderen Landsleuten, die in Comodoro Rivadavia im Süden
des Landes bei der Erdöl Firma ASTRA und der Import u. Exportfirma Patagonia
arbeiteten und lebten, gründeten sie am 10. April 1936 die Sudetendeutsche
Landsmannschaft in Argentinien, die zur Ältessten weltweit wurde.
Mit ihren in Buenos Aires geborenen Töchtern,
Elisabeth und Charlotte, fuhr Frau Wöllert zu Besuch in die alte Heimat.
Dort wurden sie vom 2. Weltkrieg überrascht. So lebten sie bis zur Verteibung
1945 in Reichenberg. Mecklenburg war ein kurzer Aufenthalt bis sie dann auf
dem Weg der Repartrierung wieder nach Buenos Aires kamen und die Familie vereint
war.
Laut Aussage von Frau Wöllert war
ihr Leben schön, beschwerlich und bewegt. Im Kreise ihrer Familie, Töchtern,
En keln und Urenkeln konnte sie ihren 100. Geburtstag feiern. Auch der Vorsitzender
der SL Argentinien Werner Reckziegel mit seiner Frau Anneliese überbrachten
die Glückswünsche ihrer Landsleute in Argentinien.
Wir bitten die Redaktionen der Heimatzeitungen und Kreismitteilungsblätter
um redaktionelle Verwertung.
Weihnachtsbrief 2005
Wenn Gott spricht, tut sich was.
Liebe Landsleute!
In dem sich zu Ende neigenden Jahr gedenken wir als Christen nicht nur der
Geburtsfeier unseres Herrn Jesus Christus und des Jahreswechsels sondern wir
erinnern uns nochmals der 60. Wiederkehr von Kriegsende, Flucht und Vertreibung.
Und dies heuer ganz besonders an Weihnachten. Für viele von uns war es
das erste Weihnachtsfest in der Fremde. Im Knien vor der Weihnachtskrippe
wurden wir nicht nur unserer Heimatlosigkeit und Hilflosigkeit gewahr, sondern
unser Glaube wurde gestärkt durch Kind in der Krippe. Hat es doch auch
unser Los einst getragen.
Mit einer zentralen Wallfahrt der deutschen Heimatvertriebenen und Aussiedler
haben wir am 3. Oktober 2005 im Dom zu Fulda am Grab des heiligen Bonifatius
Rückblick und Ausblick gehalten. Mit dieser Wallfahrt haben wir unsere
Verbundenheit mit dem „Apostel der Deutschen", die kirchliche Beheimatung
in unseren neuen Diözesen und Pfarrgemeinden und unsere gesellschaftliche
Integration in der Bundesrepublik Deutschland zum Ausdruck ge- bracht. Wir
haben aber auch unseren Schmerz über das erlittene Unrecht nicht verschwiegen.
Und so wurde dieser Wallfahrtstag zu einem Tag des Gedenkens und des Gebetes,
ein Tag, der unserem Glauben erneut Kraft gab, versöhnt und versöhnend
in unserem Land und den Völkern in Europa zu leben und zu wirken.
Auf ihre Weise haben auch viele deutsche Politiker in diesem denkwürdigen
Jahr hierzu große Worte, lobende und denkwürdige Worte gefunden.
Es waren leider oft nur Worte ohne Bewegung und Konsequenzen. Aber vielleicht
liegt es auch an uns, an mir, dass die gesprochenen Worte nichts mehr bewirken.
Wir hören die Botschaften, aber es fehlt uns der Glaube und der Mut.
Und vielleicht haben wir auch schon resigniert und uns abgewandt vom wahren
Leben. Dann möchte ich Sie ganz besonders einladen, an diesen Weihnachten
die Botschaft Gottes anzuhören, ja anzunehmen. Denn wenn Gott spricht,
tut sich was.
Gottes Wort in der Weihnachtsnacht ist schlicht und einfach ein Kind. Dass
Gott durch ein Kind zu den Menschen, zu uns, gesprochen hat, ist in den weihnachtlichen
Tagen immer noch anrührend und weckt auch Sehnsüchte. Hier im Stall
von Betlehem, im Kind in der Krippe, hat Gott eine Sprache gewählt, die
Menschen anrührt und manche verschüttete Sehnsucht wachruft. Allerdings
ist die Sehnsucht anrühren eine Seite; die Wirklichkeit zu verändern
eine andere. Veränderung aber verlangt das offene, ehrliche Wort, fordert
auch Mut und Suche nach tragfähigen Kompromissen.
Doch was spricht Gott in der Nacht von Betlehem zu den Menschen. Eigentlich
sind es ja keine Worte, die Gott macht in der Nacht, als Jesus geboren wird.
Engel sind es, die einige Worte aussprechen und den Hirten das Geschehen erklären,
das ja aussieht wie eine normale Geburt, wie sie ja auch in den Tagen der
Vertreibung und der Flucht geschah und auch heute noch tausendfach vorkommt.
Eine arme Frau bringt ihr Kind in irgendeinem Verhau zur Welt. Anders ist
hier, dass Josef anwesend ist. Anders ist auch, dass es sich hier um einen
von Gott gewollten Weg geht. Gott spricht sich in diesem Weg aus: Ich bin
da – für euch, für dich!
Die sicherlich auch in unserem Leben oft gestellte Frage „Wo bleibst du, Gott"
findet hier im Stall, in der Armut, in der Kargheit, im Leid und Not eine
Antwort. Interessant, dass die Hirten, Tagelöhner oder Saisonarbeiter,
einfache, ungebildete Menschen, die Sprache Gottes verstanden haben. Ihre
Sehnsucht, ihr Durst nach einem Wort Gottes, macht ihnen Mut und Hoffnung,
ja schenkt Ihnen Freude. Denn so lesen wir beim Evangelisten Lukas: „Die Hirten
„kehrten zurück und priesen Gott für das, was sie gehört und
gesehen hatten" (Lk 2,20a).
Die Begegnung mit dem lebendigen Wort Gottes hat ihr Leben verändert.
Aus Unsicherheit und Angst, aus Zweifel und Bedrängnis, wuchsen Zuversicht
und Gewissheit, ja sogar Lebensfreude. Ihr Glaube sagt ihnen, dass das Wort
Gottes die reine Wahrheit ist. Im Kinde Jesu spricht Gott sich aus. Und Kreuz
und Auferstehung bestätigen, dass Gott zu seinem Wort steht: Ich bin
da draußen, wo man nicht recht leben kann und nicht menschlich sterben
darf. Auch uns gilt das menschgewordene Wort: Du bist angenommen, du findest
Frieden, du bist frei – wenn du mir Glauben schenkst.
Die Menschwerdung Gottes in Jesus Christus ist nicht etwas Fernes, sondern
etwas, was meinen Alltag verändern kann. Mein Leben, unser Miteinander
bekommt eine andere Dimension. Wir sind nicht mehr allein, wir sind nicht
nur auf uns selber und aufeinander ver- wiesen und angewiesen. Der menschgewordene
Gott ist unter uns. Die Welt ist uns nicht mehr fremd, sondern ein Stück
Heimat geworden, weil Gott selber unter uns wohnt. So lade ich ein, gerade
am Geburtsfest unseres Herrn ihm die Herzen zu öffnen, seiner Botschaft
vom Frieden und der Liebe Raum zu geben, Gestalt werden zu lassen und zu leben.
Es berührt mich sehr, wenn ein Atheist wie Jean-Paul Sartre über
die Menschwerdung Gottes, an die er selber nicht glauben kann, schreibt: „Wenn
Gott für mich Mensch würde, dann würde ich ihn lieben – ihn
ganz allein".
So wünsche und erbete ich Ihnen allen – trotz aller Friedlosigkeit in
der Welt und manchen leidvollen Ereignissen – den Frieden, die Freude und
den Segen, die vom göttlichen Kind in der Krippe kommen, für diese
Weihnachten und für ein glückliches neues Jahr.
Ihr
P. Norbert Schlegel
Visitator für die Seelsorge an den Sudetendeutschen und
Vorsitzender des Sudetendeutschen Priesterwerkes
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Heimatpflegerin
der Sudetendeutschen
Dr. Eva Habel bittet
um redaktionelle Verwertung
O Freude
über Freude.
Weihnachtskrippen aus Böhmen, Mähren und Schlesien
Ausstellung im Sudetendeutschen Haus, Hochstr. 8,
81669 München
28. November 2005 – 2. Februar 2006
Eröffnung
Sonntag, 27. November 2005, 17 Uhr
Begrüßung: Johann Böhm, Sprecher der sudetendeutschen
Volksgruppe
Eröffnungsvortrag: Staatsminister Dr. Thomas Goppel
Musikalische Umrahmung: Dr. Hatto Zeidler und Christoph Zeidler
Über die Ausstellung
Die Ausstellung veranschaulicht die reiche und vielfältige Krippentradition
der ältesten Krippenlandschaft Mitteleuropas. 1562 hatten die Jesuiten
in Prag die erste Weihnachtskrippe nördlich der Alpen errichtet. Die
nächsten zwei Jahrhunderte standen Krippen ausschließlich in Kirchen.
1782 verbot sie Kaiser Joseph II. als „ärgerlich" und „kindisch".
Aber dies hatte jedoch keineswegs den erwünschten Effekt, denn die Leute
begannen nun, liebevoll gestaltete Krippen zu Hause aufzustellen. – Gerade
in den ehemals deutsch besiedelten Gebieten Böhmens, Mährens und
Schlesiens entfaltete das Krippenbrauchtum in der Folgezeit viele regionale
Besonderheiten. Zahllose „Kripplesmacher" befriedigten die große
Nachfrage; die Bandbreite reichte dabei von der einfachen, hausindustriellen
Serienfertigung bis zur geschnitzten Einzelfigur von höchster künstlerischer
Reife.
Die Ausstellung wird herausragende Beispiele von Hauskrippen und Krippenfiguren
aus verschiedenen Krippenlandschaften präsentieren: gemalte Papierkrippen
aus dem Isergebirge, morgenländische Krippen aus dem nordböhmischen
Niederland, eine bewegliche Krippe aus dem Erzgebirge, eine neobarocke Krippe
aus dem Schönhengstgau, so genannte Grulicher Figuren aus dem Adlergebirge
– ein Exportschlager des 19. Jahrhunderts – und vieles andere mehr. Aus dem
Egerland sind vornehmlich Kastenkrippen mit Figuren aus unterschiedlichsten
Materialien vertreten, darunter eine wertvolle Königsberger Krippe, die
das Museum Karlsbad/Karlovy Vary zur Verfügung stellt.
Ein Krippen-ABC führt in unbekannte Details der Krippenkultur ein. Wer
weiß schon, warum „Adam und Eva" in vielen Krippen aus Böhmen,
Mähren und Schlesien zu finden sind? Und wer weiß, dass „Hosenmannl"
viele Krippen bevölkerten, dass das „Laienspiel" im weihnachtlichen
Brauchtum eine große Rolle spielte, oder dass selbst „Zucker" zur
Herstellung von Krippenfiguren diente?
Im letzten Abschnitt widmet sich die Ausstellung der Zeit nach 1945. Eine
wertvolle Krippe von Sebastian Osterrieder symbolisiert das Krippenschaffen
der neuen Heimat und verweist zugleich auf die zahlreichen Verbindungen, die
schon früher zwischen Bayern und Böhmen bestanden. So genannte Notkrippen
und Heimwehkrippen zeigen, wie tief das Krippengeschehen im Glauben der Menschen
verwurzelt war.
Die Ausstellung ist eine gemeinsame Veranstaltung der Heimatpflegerin der
Sudetendeutschen, des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege und
der Arbeitsgemeinschaft sudetendeutscher Krippenfreunde. Sie wurde großzügig
gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft,
Forschung und Kunst; das Kulturreferat der Stadt München; den Sparkassenverband
Bayern; die Sudetendeutsche Stiftung, den Verband der Bayerischen Bezirke
und die Versicherungskammer Bayern.
Öffnungszeiten
werktags (auch 27.-30.12.2005 und 2.-5.1.2006): 10-18 Uhr
Adventswochenenden und zweiter Weihnachtsfeiertag (3.-4.12., 10.-11.12., 17.-18.12.,
26.12.): 10-18 Uhr
Feiertage und Wochenenden im Januar (inkl. Neujahr und Dreikönig): 13-18
Uhr
Während Veranstaltungen im Sudetendeutschen Haus auch abends geöffnet.
Eintritt und Führungen
Eintritt: 2 Euro, Kinder unter 12 Jahren frei.
Gruppenführungen nach Anmeldung (max. 20 Personen, 20 Euro)
Jeden Sonntag (außer 25.12.): 14 Uhr kostenlose Führung
Kontakt
Heimatpflegerin der Sudetendeutschen, Hochstr. 8, 81669 München
Tel. 089-48000365, Mail heimatpflege@sudeten.de
| Völkerkarte Europa |
Das große Original-Plakat,
welches beim Altar in der St. Bonifatiuskirche angebracht war, ließ
die schaurigen Momente des 18. Juni 1945 – also nach dem Kriegsende, als man
dachte, dass das schlimmste vorbei war – wieder erwachen. Mit seinen roten
Buchstaben in tschechischer Sprache und, in kleineren Buchstaben in deutscher
Sprache darunter, wurde angeordnet, dass sich die Deutschen zu versammeln
hätten um aus ihren Häusern und Höfen ausgewiesen zu werden
und alles Hab und Gut hinterlassen müssten.
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Die Vertreibung hatte begonnen
! Die Sudetendeutschen wurden dieser unmenschlichen und kriminellen Behandlung
ausgesetzt, nur weil sie Deutsche waren. Diese schwarze Stunde ihrer Geschichte
liegt nun 60 Jahre zurück und aus diesem Anlass veranstaltete die Sudetendeutsche
Landsmannschaft in Argentinien eine Gedenkstunde.
Pater Paul Denninger hielt die Gedenkmesse und stellte fest, dass die Ereignisse
um das Jahr 1945, die alle nun 60 Jahre zurückliegen wie eine vielgliedrige
Kette sind. Jedes Glied dieser Kette verdient der Beachtung. Auch der Zusammenhang
der einzelnen Ereignisse ist bedeutend. Er wolle vielmehr nur ein Glied herausgreifen:
Die Vertreibung der Sudetendeutschen. Ein Ereignis, das nach dem Kriegsende
stattgefunden hat und nicht unbedingt eine Folge der Kriegsgeschehnisse sein
musste, sondern eher Willkür derer war, die sich als Sieger glaubten.
Das Gedenken nach 60 Jahren ist darüber hinaus ein bedeutender Einschnitt,
der sich nun vollzieht, nämlich vom Selbsterlebten hin zur Geschichte.
An der eindrucksvollen Feier nahm eine große Anzahl von Zeitzeugen teil,
die zu den 3 Millionen Sudetendeutschen ( mit einer Viertelmillion Toter )
zählen, von den insgesamt 15 Millionen Heimatvertriebener und Flüchtlingen
zum und nach dem Kriegsende. Menschen, die diese Ereignisse noch aus dem eigenen
Erleben und der unmittelbaren Erfahrung kennen. Der Schmerz sitzt noch im
Herzen und manche fühlen noch das Trauma der Vertreibung in ihrem Inneren.
Zum Gedenken war auch die große Kerze vor dem Plakat angezündet,
die die bayerische Ministerin Barbara Stamm der Sudetendeutschen Landsmannschaft
in Argentinien zum 60. Gründungstag geschenkt hatte.
| Vöklerkarte Böhmen |
Und Pater Paul fuhr fort : "Ich habe es vor kurzem erlebt, wie eine Frau
in Tränen ausbrach, deswegen, weil sie den Schmerz auch nach so langer
Zeit nicht überwinden konnte und deswegen, weil oftmals einseitig von
den Ereignissen des Krieges und der Gewalt geredet wird, ohne dabei genügend
jener Menschen zu gedenken, die verfolgt wurden, einfach weil sie Deutsche
waren und Heimat, Haus und Hof verloren haben, wie die Sudentendeutschen oder
die Donauschwaben." Nur wenige Stimmen haben seinerzeit vom Schicksal
dieser unschuldigen Deutschen Notiz genommen.
60 Jahre nach der Vertreibung kann es bei dem Gedenken allerdings nicht nur
um diese Tragödien gehen. Es geht auch um das fernere Geschick dieser
Menschen. Die Vertriebenen wurden aufgenommen von der Heimat, oder, wie in
diesem Falle, von Argentinien. Es ist ihnen eine neue Chance gegeben worden.
Freilich auch nicht unvermittelt und ohne Härten. Es fiel im zerbombten
Deutschland nicht leicht, die Flüchtlingsströme aufzunehmen. In
Deutschland und in Argentinien ist diesen Menschen eine neue Heimat gegeben
worden und auch die Möglichkeit am Aufbau des Landes mitzuwirken und
zu seiner Entwicklung und seinem Fortschritt beizutragen.
So wird das Gedenken auch zum Danken dafür, dass Gottes Wege, auch wenn
sie manchmal krumm erscheinen, in eine neue Zeit führen. Das, was aus
der leidvollen Vergangenheit erwartet wird, ist ein ernster und dauerhafter
Friede. Diese Gedenkstunde sollte diesem Frieden dienen.
Der Cäcilienchor unter der Leitung von Javier Pautasso hörte sich
besonders festlich an, als er Teile der Messe von Gounod, „Panes angelicus"
von Mozart und, das "Ave Maria" mit dem Höhepunkt der Verherrlichung
Jesu, sang. Das von allen Anwesenden gesungene "Großer Gott wir
loben Dich" war ein eindrucksvoller Abschluss.
Anschließend traf man sich im Gemeindesaal, wo Elvira Gremmelspacher
und Fränzi Annabring gefühlsgeladene Gedichte über die sudetendeutsche
Heimat vortrugen und Werner Reckziegel den Dank der Landsmannschaft an die
zahlreichen Anwesenden, unter ihnen der deutsche Kulturattaché Christian
Reißmüller, an den Hausherrn Pater Paul und an den Cäcilienchor
aussprach.
Rudolf Hepe
08/09/2005
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Bundesverdienstkreuz
am Bande
für unseren Präsidenten
Werner Reckziegel
Am Dienstag,
den 12. Juli 2005, wurde unserem Vorsitzenden, Werner Reckziegel, durch Herrn
Botschafter Dr. Rolf Schumacher im Namen des Bundespräsidenten Dr. Horst
Köhler, das Bundesverdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland
verliehen.
In einem außergewöhnlich festlichen Rahmen und unter Teilnahme von vielen Familienangehörigen, Freunden und Vertretern aller deutschen Vereinigungen,die sich in der Deutschen Botschaft eingefunden hatten, hob der Botschafter in seiner Laudatio das bereits seit Jahrzehnten uns allen bekannte enorme soziale Engagement von Werner Reckziegel hervor, sei es
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Ehepaar Reckziegel, mit Kindern, Enkelin und Geschwister. |
als Präsident der FAAG (Verband der Deutsch-Argentinischen Vereinigungen), wo er sich unermüdlich für die Erhaltung des Deutschtums und für ein gutes Zusammenwirken aller deutschen Vereinigungen in Argentinien einsetzt, oder durch sein ständiges Bemühen, in Not geratenen Menschen aller Nationalitäten beizustehen und zu helfen. So galt der Dank des Botschafters auch ganz besonders seinem 1997 in Eigeninitiative und mit Hilfe unseres Landsmanns Dr. Wolfgang Panthenius aus Minden/Deutschland, begonnene Lebenswerk, Hilfssendungen aller Art nach Argentinien zu bringen und diese transparent und gerecht an Bedürftige zu verteilen. Und wenn in Kürze der 50. Großcontainer erwartet wird, so ist nur zu erahnen, mit wie viel Kraft, Zeit und Liebe Werner Reckziegel sich diesem gewaltigen Hilswerk widmet. Und mit vollem Recht schloß der Botschafter seine Frau Anneliese und die Kinder in seine Würdigung mit ein, ohne die -wie W. Reckziegel später auch ausführte- diese Hilfsaktionen nicht realisierbar gewesen wäre.
In der ihm bescheidenen Art dankte Werner Reckziegel dem Botschafter und dessen
Gattin, sowie allen Anwesenden. Und ganz besonders bewegt bedankte er sich
bei seiner Frau Anneliese und seinen Kindern für ihre Treue und Bereitschaft,
immer wieder auf's Neue mit anzupacken.
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|
Ehepaar Reckziegel. |
Im Juni 1950 kam Werner Reckziegel nach Argentinien, in ein Land, das es ihm
ermöglichte, sich eine Existenz aufzubauen. Und so erfüllt es ihn
mit Dank, daß er heute durch seine Hilfsaktionen in der Lage ist, dem
Lande einen kleinen Beitrag zurückgeben zu können.
Und nach seinen Schlußworten: "Unser Ziel ist erreicht, und wir machen
weiter!" brach ein spontaner und herzlicher Applaus los, der nicht enden
wollte und minutenlang anhielt.
Wir, die Sudetendeutschen, sind stolz auf unseren Präsidenten und gratulieren
ihm, Anneliese und den Kindern von ganzem Herzen für die wohlverdiente
Ehrung und Auszeichnung durch den Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland.
Da schon jetzt die Wochenenden
mit vielen Veranstaltungen der deutschen Gemeinschaft versehen sind und um
nicht in die Hektik der Feste und Feiern hineinzukommen, wird unsere Weihnachtsfeier
am 2. Advent veranstaltet, eine der ersten Gegenbenheiten, wo der Nikolaus
seinen Besuch macht.
Auch dieses Jahr war
der große Saal des Neuen Deutschen Turnverein, in Olivos, am 5. Dezember
schön geschmückt . Es hatten sich viele Mitglieder und Freunde dazu
eingefunden. Nach der Begrüßung von W. Reckziegel, der dazu betonte,
dass die Sitten und Bräuche unserer Heimat gepflegt werden müssen
und an unseren Kindern weitergegeben werden müssen.
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Der Ablauf mit Gedichten und Vorträgen aus der Weihnachtszeit, mit Weihnachtsliedern,
die von allen gesungen worden, mit der Begleitung von Jochen Pietsch und seinem
Akkordeon, rief die Stimmung der Weihnachtszeit besonders hervor.
In der Pause wurden die Lose verkauft, jedes war ein Treffer. Die Kinder spielten
im Park, so überbrückten sie die Wartezeit und die Erwachsenen hörten
die Lieder und Gedichte. Als das gemeinsam gesungene "Stille Nacht"
verklungen war, kam der ersehnte Weihnachtsmann. Alle spendeten ihm Beifall.
Jetzt konnten die Kinder ihre Lieder oder Sprüchlein dem Weihnachtsmann
aufsagen und dafür gab es ein Geschenk. Wie immer freuten sich die Erwachsene
über die leuchtenden Kinderaugen. So ging ein gelungenes Feuer zu Ende
und jeder nahm etwas Weihnachtsstimmung im Herzen mit nach Hause.
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Unerwarteter
Besuch bei den Sudetendeutschen
Am 20. November trafen
wir uns zum 9. Male in diesem Jahr zur einen gemütlichen Nachmittag.
Es ist ja schon bekannt, dass unsere Nachmittage immer mit interessanten Vorträgen,
Gesang und Erzählungen unsere Teilnehmer anziehen. Am Samstag waren es
verschiedene Überraschungen die den Anwesenden etwas Besonderes geboten
haben.
Einer unserer Gäste war Andreas Graf, Mitglied des Gesangsvereins Villa
General Belgrano, Córdoba. Er war zufällig in Buenos Aires, hatte
seine Gitarre dabei und war bereit für uns zu singen, womit er uns begeisterte.
Peter Pluhar, Mitglied der S.L. mit Wohnsitz in Köln, der jedes Jahr
für einige Wochen nach Argentinien kommt und es sich immer so einrichtet,
dass er bei einem unserer Treffen teilnimmt, überraschte uns mit seinen
Reimen, was er schon in anderen Gelegenheiten tat, als er uns den Martín
Fierro auf deutsch und spanisch vorbrachte. Aber dieses Mal war es ein anderes
Thema: "70 Jahre – Lebenslauf unseres Vorsitzenden Werner Reckziegel".
Was nicht nur ihn tief bewegte, sondern alle Anwesenden, und zur begeisterten
Zuhörern machte und mit viel Applaus belohnt wurde.
Noch eine Überraschung war der Besuch von Frau Huber, aus Sudetia –Paraguay,
die diesen Nachmittag mit uns verbrachte und uns von unseren Landleuten in
Paraguay erzählte.
Zum Schuß hörten wir noch einmal Andreas Graf, der begeisterten
Beifall erhielt. Werner Reckziegel bedankte sich ganz herzlich im Namen der
Anwesenden und lud ihn bei seinem nächsten Besuch in Buenos Aires, ganz
herzlich zu uns ein. Auch diesmal waren alle Gäste und Mitglieder bei
Kaffee und Kuchen über den Ablauf zufrieden.
Brief vom Bayrischen Minsterpräsident
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| Friederike
Edler, Berichterstatterin des Mindener Tageblatts, in der D.W.G.. |
Eine Beinprothese
aus dem Fundbüro
Mindener Spendenaktion
als wesentliche Hilfe
für argentinische Hilfsbedürftige
(Buenos Aires)
Zwei Kilo Reis, ein Kilo Milch, ein Kilo Zucker, je ein halbes Kilo Nudeln,
Matetee, ein Kilo Öl: was aussieht wie Nahrungsmittelverteilung im Krieg
ist in Wirklichkeit bittere Realität für viele argentinische Familien
in der heutigen Zeit.
Dank der Spenden aus Minden konnten im Juni zusätzlich vierzig Kilo Reis
und 120 Flaschen Babynahrung verteilt werden.
"Ihr, die Mindener, seid unsere wichtigsten Helfer", so beschreibt
Werner Reckziegel, erster Vorsitzender der Sudeten Deutscher Landsmannschaft
in Argentinien, die Zusammenarbeit mit dem mindener Zahnartzt Dr. Wolfgang
Panthenius und seiner Frau Liesel. Die Freundschaft besteht seit 1997 und
ihre Bilanz kann sich sehen lassen: 24 Tonnen Grundnahrungsmittel, mehr als
eine Tonne Traubenzucker, über 17000 gut erhaltene Kleidungsstücke,
fast 1000 Paar Schuhe, medizinische Geräte und Medikamente haben seitdem
den Menschen viel Freude bereitet.
Wie sehr
diese Hilfe gebraucht wird, zeigt ein Blick in die Straßen: Demonstrationen
für eine bessere soziale Absicherung, verpanzerte Eingänge in den
Banken, obdachlose Menschen, die in den Strassen um Geld betteln, Kinder ohne
Schuhe, die in den Strassenbahnen Kleinigkeiten verkaufen.
Laut argentinischer Medien werden beispielsweise in der Provinz Chaco jährlich
26 Prozent der Kinder schon mit Unterernährung geboren, 67 Prozent leben
unter der Armutsgrenze und die Kindersterblichkeit beträgt erschreckende
21 Prozent.
"Dank einer aus Minden gespendeten Nähmaschine haben nun zwei Familien
in dieser Provinz Arbeit und können ihre Kinder versorgen", erklärt
Anneliese Reckziegel die Situation.
Damit die Spenden aus Minden auch sinnvoll verteilt werden, ist genaue Buchführung
Pflicht. "Ich sende jeden Monat einen Bericht an Dr. Panthenius mit entsprechenden
Nachweisen, wo die Spenden hingekommen sind", erzählt Werner Reckziegel.
Anlauf- und Verteilstelle ist das Altenheim Los Pinos dreißig Kilometer
außerhalb von Buenos Aires. Dort befindet sich die Kleiderkammer und
die Lagerstelle der Mindener Container. "Die Menschen können sich
hier als ambulante Bittsteller registrieren lassen und erhalten einmal im
Monat ein Lebensmittelpaket sowie Kleidung", berichtet Frau Reckziegel.
Über jeden Bittsteller wird eine Karteikarte erstellt. "Wir machen
auch Stichproben und schauen bei den Leuten zuhause vorbei, damit wir sehen,
was mit den Spenden passiert."
|
F. Edler mit Ehepaar Reckziegel in der |
Aber nicht
nur an Familien geht die Hilfe, auch Kinderheime, Nervenheilanstalten, Krankenhäuser
und das Altenheim Los Pinos selbst werden bedacht. Zur Zeit leben dort 134
alte Menschen und können dank deutscher und mindener Hilfe optimal versorgt
werden. "Ohne Unterstützung wäre das nicht möglich. Die
monatliche Rente in Argentinien beträgt 150 Pesos, das sind nicht einmal
50 Euro. Die meisten Familien haben also gar nicht die Möglichkeit, ihre
Angehörigen gut betreuen zu lassen", so Heribert Nolte, Präsident
der Deutschen Wohltätigkeitsgesellschaft und Leiter des Heims.
Aber auch Kurioses ereignet sich mit den Spenden aus Minden. So hat eine Beinprothese
tatsächlich einem 42jährigen Familienvater gepasst, ein Glücksfall
also.
"Der Mann war so glücklich und wollte sich unbedingt bei dem Spender
bedanken", erzählt Reckziegel. Als er bei Dr. Panthenius in Minden
anruft, meint der : "aber die habe ich doch aus dem Mindener Fundbüro!"
Und schickt mit dem nächsten Container gleich acht weitere Prothesen.
Daß der unermütliche Einsatz des Renterpaares Reckziegel nicht
alleine zu schaffen ist, versteht sich von selbst. Unterstützt werden
die beiden von ihren zwei Töchtern, deren Familien und einigen engen
Freunden. "Argentinien ist für uns Kriegsflüchtlinge eine neue
Heimat geworden. Wir sind dankbar und möchten diesem Land etwas zurückgeben",
beschreiben die beiden ihre Energie.
von Friederike Edler - Mindener Tageblatt
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In der DWG hatten wir einen besonderem Besuch.
Frau Maria Aurora Duhalde, Vertreter der Sozialhilfe in Argentinien, besuchte uns am 23. September in Los Pinos.
Vorstandsmitglieder Herbert Nolte, Anneliese und Werner Reckziegel begrüßten den Besuch. Herr H. Nolte führte sie in die Geschichte und Arbeit der D.W.G. ein, die schon seit 1917 in der deutschen Gemeinschaft tätig ist.
Anschließend wurde ein Rundgang duch die verschiedenen Instalationen gemacht, wobei die Kleiderkammer, Sozialabteilung nicht vergessen wurde. Danach wurde im Speisesaal des Altenheims zur Mittag gegessen.
Der Besuch war für uns von großer Wichtigkeit, denn seit Jahren ist ihre Institution für die Abfertigung der Spenden aus Deutschland zuständig.
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| Elvira Gremmelspacher und Roland Kekez. |
Juli 2004
Bei unseren Zusammenkünften nach dem ersten Erfolg mit Theater Sketch,
hatten wieder Elvira Gremmelspacher und Roland Kekez, eine Überraschung
vorbereitet, die wieder besonderen Anklang fand.
Anneliese Reckziegel, Inge Siebel-Achenbach, Maria Krotsch mit ihren Geschichten
und Erzählungen sorgten für gute Unterhaltung.
Alle zusammen sangen wir zum Abschluss Volkslieder und schloßen mit
den Lied " Kein schöner Land...".
Mehr als ein Jahr hat es gedauert, bis
der Präsident der F.A.A.G. (Verband der Deutsch-Argentinischen Vereinigungen),
Werner Reckziegel, die aus Deutschland gespendete Motorspritze der Feuerwehr
in Urdinarrain, Entre Ríos, übergeben konnte. Während seines
Aufenthaltes in Deutschland im Mai 2003, wurde ihm von der Feuerwehr in Minden
dieselbe als Geschenk überreicht.
Vorgesehen war ein komplettes Fuerwehrauto. Durch einen Unfall desselben war
dies leider nicht möglich und damit diese Spende nun doch zustande kam,
wurde eine Motorspritze mit Schläuchen und Zubehör auf einen zweirädrigen
Anhänger montiert. Die Feuerwehr in Urdinarrain besitzt einen Feuerwehrlöschzug
Modell 1957, während das Geschenk ein Model 1976, womit man eine Modernisierung
erreichte.
Fünf Monate kämpfte man mit der uns bekannten argentinischen Burokratie,
Zoll und Steuerbehörde. Am 1. Mai um 11,00 Uhr konnte Werner Reckziegel,
nachdem er in Deutschland alles in die Wege geleitet hatte, nun endlich in
Urdinarrain, Entre Ríos, die Motorspritze mit Zubehör offiziell
übergeben.
Der Kommandant der Feuerwehr von Urdinarrain, Jorge
Domingo Roldán, lud zu diesen wichtigen Tag verschiedene Persönlichkeiten
dieser fortschrittlichen Stadt ein. Anwesend waren der Bürgermeister,
Alberto Paulino Mornacco, Vorsitzende deutscher Vereine, sowie Geistliche
verschiedener Konfessionen.
Eine Delegation der Feuerwehr von Villa Ballester unter der Leitung von Francisco
Wächter wurde ebenfalls zu diesem Ereignis eingeladen, und sie scheuten
die 600 km Fahrt nicht, um daran teilzunehmen.
Werner Reckziegel erwähnte
in seiner Ansprache,dass ohne die Hilfe von Dr. Wolfgang Panthenius diese
Aktion nicht möglich gewesen wäre. Er hoffe dass zwischen den beiden
Feuerwehren aus Minden und Urdinarrain eine Partnerschaft entstehen könnte.
Die Stadt Urdinarraín hegt den Wunsch, Vertreter der Mindener Feuerwehr
einzuladen. Gäste und Feuerwehrleute wurden mit einem geschmackvollen
"Asado con Cuero" bewirtet und so endete ein netter Tag in Urdinarraín.
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- DEUTSCHLANDREISE -
NICHT NUR URLAUB -
Unser kurzfristige Entschluß mit meiner
Frau nach Deutschland zu fliegen hatte zwei sehr wichtige Gründe:
Der erste, an dem "Sudetendeutschen Tag" teilzunehmen . Diese Veranstaltung
bietet uns die Gelegenheit sehr viele Freunde zu treffen, und mit vielen wichtigen
Politikern Gespräche zu führen. Dies hat auch für den Dachverband
– F.A.A.G. - Vorteile , die von Wichtigkeit sind.
Da wir langjährige Ehrengäste bei diesen "Sudetendeutschen
Tagen" sind, kennt man uns natürlich schon lange Jahre. Das Land
Bayern ist das Schirmland der Sudetendeutschen. Darum haben wir eine besondere
Verbindung zu der Bayerischen Regierung. Unsere kleine Gruppe Sudetendeutscher
in Argentinien konnte schon zweimal einen Staatsminister zu unseren Treffen
hier in Argentinien begrüßen . Das bezeugt, dass auch wir unter
der Schirmherrschaft Bayerns stehen.
|
oben: Frau Liesel und Dr. Wolfgang Panthenius. |
Der zweite wichtige Grund: dem Ehepaar Liesel
und Wolfgang Panthenius den Dank für die großartige Hilfe die wir
nun schon 7 Jahre erhalten, zu überbringen. Während unseres Aufenthaltes
waren wir mit der Familie Panthenius fast 3 Tage zusammen, wo man uns ihre
Helfer und Helferinnen vorstellte. Bei dieser Gelegenheit war auch die Presse
vertreten, so haben wir ausführlich über unsere Arbeit hier in Argentinien
berichten können und Material übergeben, welches ich jeden Monat
nach Deutschland schicke. Dieser Besuch war von großer Wichtigkeit.
Ich bin davon überzeugt, dass wir uns mit unseren Spendern menschlich
näher gekommen sind.
Zur Information unserer Arbeit bin ich natürlich auf die Mitarbeit derjenigen,
die die Spenden verteilen, abhängig, welche mit der Zusendung von Bildern
und Informationen, die Verteilung bestätigen. Ich übergab der Freiwilligen
Feuerwehr von Villa Ballester einen Koffer welcher mit einem Wiederbelebungsgerät
ausgerüstet ist. Wie wichtig dies ist, ersieht man aus einem Dankesschreiben
dieser Freiwilligen Feuerwehr. Meine Frau übersetzte diesen Brief, in
welchem uns mitgeteilt wird, dass in sehr wenigen Ortschaften des Landes die
Freiwillige Feuerwehr solche Geräte besitzt. Aufgrund dieser Mitteilung
war es Dr. Panthenius möglich eine Motorspritze auf einem Anhänger
für eine Freiwillige Feuerwehr in Argentinien zu finden. Die Mindener
Freiwillige Feuerwehr und das Ehepaar Panthenius stifteten diese Motorspritze.
Daraus ist zu ersehen, wie wichtig diese Briefe, Berichte, usw. sind , um
Spenden zu erhalten. Ich hoffe, dass ich auch in Zukunft weiterhin mit dieser
Unterstützung rechnen kann. Fotos und Briefe bestätigen unsere Arbeit
für die Armen. Denn nur auf diese Weise kann man mit Hilfe rechnen, wenn
man sieht, dass die Verteilung so transparent wie möglich erfolgt.
Ich möchte noch dazu sagen, damit keine Zweifel entstehen, die Kosten
dieser Reise und für diese nach meiner Ansicht wichtigen Begegnungen,
sind aus meiner eigenen Tasche bezahlt worden.
| Bericht Feuerwehr-Urdinarrain - Mai 2004 |
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| Bericht Chacoreise - September 2003 |
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Über
deutsche Vereine im Chaco
gelangt Hilfe zu den Notleidenden
Frau Haydee Hüwel von Renzell,
Honorarkonsul der Bundesrepublik Deutschland in der Provinz Chaco war so liebenswürdig
und bereitete den Reiseplan, für meine Gattin und mich vor. Unser Besuch
führte uns zu den der F.A.A.G. (Deutsch Argentinischer Dachverband )
angeschlossen Vereine, die im Chaco, die via DWG aus Deutschland erhalten
Spenden, verteilen.
Wir wollten die dortigen Mitarbeiter persönlich kennenlernen und deswegen
danken wir für den freundlichen Empfang. Diese Reise wurde für meine
Frau und mich ein Erlebnis und öffnete uns die Augen über die reelle
Not im Chaco. Die DWG wird Ihre Spenden auch in Zukunft in dieser Gegend des
Landes verstärken. Besonders hervorzuheben ist die Zusammenarbeit der
dort ansässigen Deutschen, um in Not geratenen Menschen zu helfen.
Wir achten darauf dass Alles transparent zugeht und haben verschiedene Stellen
beauftragt, die über die DWG erhaltenen Spenden, zu verteilen: Club Alemán-Austríaco
Resistencia, Unión Cultural-Germana Charata, Asociación Alemanes
del Volga de Castelli, und direkt senden wir auch noch an Asociación
de Descendientes Alemanes de Pampa del Infierno.
![]() |
| Übergabe der Baby-Nahrung HIPP. |
Diese Stellen haben den Vorteil, die
Institutionen und Personen zu kennen wo Hilfe notwendig ist. Oft verteilen
sie die Spenden über 200 km weit und übernehmen auch die Transportkosten,was
für die DWG eine große Hilfe bedeutet und von Buenos Aires aus
gar nicht kontrollierbar wäre.
Wir haben mit unseren Helfern die dort in vielen Institutionen, Krankenhäusern
und Sozialküchen herschende Armut zu sehen bekommen. Hunderte von Kindern
bekommen eine Malzeit, meist die einzige am Tage, wofür der Staat 0,50
Pesos, bzw. 0,25 Pesos zur Verfügung stellt, jenachdem ob es sich um
ein Mittagessen oder Frühstück handelt. Sie sind daher von privaten
Spenden abhängig und mit den vielen Spenden aus Deutschland wird diesen
Kindern sehr geholfen.
Wir haben registriert was in jedem Ort gebraucht wird, damit man in Zukunft
die Verteilung verbessert. Siebzehn Seiten lang ist die Liste die meine Frau
aufgestellt hat. Was aber nicht bedeutet,dass es eine Bestellungsliste ist,
da unsere Hilfe abhägig ist von dem was wir aus Deutschland, von unseren
Spendern Liesel und Dr. Wolfgang Panthenius, erhalten.
![]() |
|
Werner Reckziegel bei der
Übergabe des Blutgas- |
Der Besuch war für die ganze deutsche
Gemeinschaft von Wichtigkeit. Fernsehen, Radios und Zeitungen haben unseren
Besuch verfolgt und darüber berichtet. In Castelli wurden ich zum Ehrengast
ernannt als wir der Leiterin des Krankenhauses, Chirurgisches Instrumental
und Medikamente übergaben. Dies wurde vom Vorstand der Asociación
de Alemanes del Volga organisiert.
Der Bürgermeister von Castelli, Herr Eleuterio Leonardo Yulan, dankte
den Spendern in Deutschland, der Deutschen Wohltätigkeits-Gesellschaft
- D.W.G., sowie dem Verband der deutsch-argentinischen Vereinigungen - F.A.A.G.,
für die erhaltene und hochwertigen Spenden.
Wir legten in der Woche unserer Reise 3.200 km im Auto zurück, haben
viele Personen kennengelernt, die wie wir, für die in Not geraten Menschen,
arbeiten.
Wir haben versprochen das wir im Reiche des Möglichen den Menschen im
Chaco helfen werden.
10-Feb-2006